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Latexlexikon / Latexwiki


Vulkanisation von Latex

Die Vulkanisation ist ein chemisch – technisches Verfahren, welches 1839 von Charles Goodyear erfunden wurde. Es dient dazu, dass Naturkautschuk (Naturgummi, siehe auch Latex) gegen äußere Einflüsse chemischer und atmosphärischer Art (bspw. Temperatur) resistent gemacht wird und die mechanische Beanspruchung deutlich erhöht wird. Die Vulkanisation von Latex findet in einfach beschriebener Form so statt. Rohkautschuk (flüssige Form) wird mit Schwefel und schwefelspendenden Materialien erhitzt und dabei wird aus dem plastischen Rohmaterial ein elastisches Material, der Gummi. Dieser ist wie beschrieben wesentlich resistenter gegenüber Umwelteinflüssen und elastisch, er kehrt nach Dehnung immer wieder in den Ursprungszustand zurück. Je mehr Schwefel zugesetzt wird, desto härter und widerstandsfähiger ist der Gummi, jedoch auch geringer elastisch. Gummi (wir nennen es fälschlicherweise Latex) wird porös mit der Zeit. Die liegt daran, dass die im Gummi vorhandenen Schwefelbrücken durch Sauerstoffbrücken ersetzt (atomare Verbindungen) werden.

Vom Rohstoff zum Latex Catsuit auf Maß

Der Erfinder Charles Goodyear forschte vor Allem im chemischen Bereich mit Kautschuk, um genau die Eigenschaften zu erhalten, welche wir heute kennen. Dabei war die Erfindung der Vulkanisation mehr oder weniger ein Un- bzw. Zufall, denn eine Schwefel-Kautschuk Mischung fiel ohne Absicht auf eine heiße Herdplatte und es entstand Gummi. Neben der Vulkanisation erfand Goodyear auch Hartgummi und das erste Kondom. Dieses war allerdings ca. 2mm dick und wurde mit Naht hergestellt. 1870 ging es in die Serienproduktion. Es war also ein langer Weg bis zu den heutigen Kleidern aus Latex bzw. Gummi und wird seinen Erfolgsweg weiter beschreiten, in Form von Latex Catsuits, Nahtstrümpfen und Kostümen.